Kuchen und Kaffee gehören für mich einfach zusammen. Bei diesem Zauberkuchen mit Kaffee steckt der Espresso allerdings direkt im Teig. Zusammen mit dem Backkakao entsteht daraus ein Schokoladen-Espresso-Magic-Cake, der beim Backen seine verschiedenen Schichten bildet. Das Spannende daran ist, dass du dafür keine einzelnen Böden backen oder verschiedene Cremes zubereiten musst. Die Schichten entstehen aus einem einzigen, zunächst sehr flüssigen Teig. Ich trinke meinen Kaffee normalerweise zum Kuchen. Hier treffen beide schon beim Backen aufeinander. Nach dem Auskühlen kommt der Zauberkuchen noch in den Kühlschrank, bevor er angeschnitten wird.


Zauberkuchen mit Kaffee und Schokolade
Zutaten
Bitte beachte: Das Rezept braucht insgesamt 4 Stunden Ruhezeit.
- 125 g Butter
- 4 Eier
- 150 g Zucker
- 115 g Mehl
- 1 EL Backkakao
- 1 Prise Salz
- 500 ml Milch
- 50 ml Espresso frisch gebrüht
Anleitungen
- Backofen auf 150°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Butter schmelzen und vom Herd nehmen. Eier trennen und die Eigelbe zusammen mit einem Esslöffel Wasser und Zucker schaumig schlagen. Die flüssige Butter unter Rühren langsam in einem dünnen Strahl dazugießen. Mehl, Kakao und 1 Prise Salz mischen und für 2 Minuten unterrühren.
- Im Anschluss Milch und Espresso ebenfalls dazugießen. Nun die Eiweiße steif schlagen und mit einem Schneebesen unter den Teig heben, so dass noch weiße Stelle zu sehen sind. Eine Auflaufform (ca. 23 x 20cm) mit Backpapier auslegen und den Teig hineingießen. Auf mittlerer Schiene etwa 60 bis 70 Minuten backen.
- Evtl. zum Schluss mit Alufolie abdecken damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
- Danach auskühlen lassen und für mindestens 4 Stunden (oder über Nacht) kalt stellen. In Stücke schneiden und mit einer Kaffeespezialität nach Wahl genießen.

Nährwerte
Warum entstehen beim Zauberkuchen mehrere Schichten?
Der Magic Cake wird auch Zauberkuchen genannt, weil sich ein einziger Teig beim Backen in unterschiedliche Schichten aufteilt. Dafür ist vor allem seine ungewöhnlich flüssige Konsistenz verantwortlich. Während des Backens setzt sich ein Teil des Teigs stärker ab und bildet eine dichtere untere Schicht. Darüber entsteht eine weichere, puddingartige Mitte, während der Eischnee zu einer luftigeren oberen Schicht beiträgt. Damit das funktioniert, wird der Eischnee nicht vollständig glatt untergerührt. Im Teig dürfen noch helle Stellen zu sehen sein. Das ist bei diesem Kuchen ausdrücklich so vorgesehen. Die Schichten müssen übrigens nicht überall gleich dick sein. Entscheidend ist, dass sich nach dem Kühlen unterschiedliche Konsistenzen erkennen lassen.

Darauf solltest du beim Schokoladen-Espresso-Magic-Cake achten
Der Teig ist deutlich flüssiger als normaler Kuchenteig
Wenn du zum ersten Mal einen Zauberkuchen backst, kann die Konsistenz ungewohnt sein. Durch die Milch und den Espresso ist der Teig wesentlich dünnflüssiger als bei einem klassischen Rührkuchen.Du solltest deshalb nicht zusätzliches Mehl unterrühren, nur damit der Teig fester wird. Damit würdest du das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und festen Zutaten verändern, das für die Schichtenbildung wichtig ist.
Den Espresso etwas abkühlen lassen
Diese Frage kam bereits in den Kommentaren auf: Soll der Espresso heiß oder abgekühlt in den Teig? Meine damalige Antwort war, dass er am besten etwas abgekühlt sein sollte. So vermeidest du, dass sehr heißer Kaffee die Eiermasse beim Einrühren stellenweise erhitzt.
Die passende Backform verwenden
Für mein Rezept ist eine kleinere Auflaufform mit etwa 23 × 20 cm vorgesehen. Die Formgröße beeinflusst die Höhe des Kuchens und damit auch das Backergebnis. In einer deutlich größeren Form verteilt sich der Teig flacher. Dadurch können sich die Backzeit und die Ausprägung der einzelnen Schichten verändern. Alternativ kannst du auch eine Kastenform verwenden wie bei meinem Pfirsich-Melba-Zauberkuchen.
Wann ist der Zauberkuchen mit Kaffee fertig gebacken?
Bei einem Magic Cake ist die klassische Stäbchenprobe nur bedingt hilfreich. Schließlich soll die mittlere Schicht nicht wie ein vollständig durchgebackener Rührkuchen werden. Die Oberfläche sollte sichtbar gebacken sein und die Mitte nicht mehr flüssig hin- und herschwappen. Ein leichtes Wackeln ist bei der puddingartigen Konsistenz dagegen möglich. Wenn die Oberfläche gegen Ende zu dunkel wird, kannst du den Kuchen locker mit Alufolie abdecken. So wird er vor weiterer starker Bräunung geschützt.
Warum muss der Zauberkuchen mit Kaffee in den Kühlschrank?
Die Kühlzeit gehört bei diesem Rezept unbedingt dazu. Während der Kuchen abkühlt und anschließend im Kühlschrank steht, wird die weiche Mitte fester und lässt sich besser schneiden. Deshalb solltest du ihn nicht direkt nach dem Backen anschneiden. Nach mindestens vier Stunden im Kühlschrank kannst du ihn portionieren. Im ursprünglichen Rezept ist auch vorgesehen, ihn über Nacht kalt zu stellen. Zum Servieren passt natürlich eine Tasse Kaffee. Wenn du noch mehr Rezepte mit Kaffeegeschmack ausprobieren möchtest, schau dir auch meine Kaffeecreme mit Mascarpone an. Zum Backen gibt es außerdem den Kaffee-Amarettini-Kuchen und die Kaffee Plätzchen mit weißer Schokolade.

Häufige Fragen zum Zauberkuchen mit Kaffee
Kann ich den Zauberkuchen schon am Vortag backen?
Ja, das passt gut zur vorgesehenen Kühlzeit. Du kannst ihn über Nacht im Kühlschrank lassen und erst vor dem Servieren anschneiden.
Warum hat mein Zauberkuchen keine deutlich erkennbaren Schichten?
Das kann unter anderem daran liegen, dass der Eischnee zu gründlich eingerührt wurde oder sich die Backbedingungen durch eine andere Formgröße verändert haben. Auch die Konsistenz nach dem vollständigen Kühlen ist entscheidend.
Kann ich den Zauberkuchen mit normalem Kaffee statt Espresso backen?
Grundsätzlich kannst du die gleiche Flüssigkeitsmenge durch starken Kaffee ersetzen. Der Kaffeegeschmack kann dadurch milder ausfallen. Im ursprünglichen Rezept wird allerdings Espresso verwendet; die Alternative ist nicht als selbst getestete Variante dokumentiert.
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Deine Yvonne










Das schaut sehr sehr lecker aus, ich hab den schon mal in hell gebacken, das ist auch mal eine schöne Idee und ein schönes Spielzeug hast du da zum testen. Alles Liebe vom Reserl
Hallo Yvonne,
der Magic-Cake sieht richtig lecker aus. Den muss ich sofort ausprobieren. Vorher habe ich aber noch eine Frage: Kommt der Espresso heiß oder abgekühlt in den Teig? Liebe Grüße Moni
Hallo Moni, etwas abgekühlt wäre am besten.
LG
Yvonne