Dieser Kürbis Cheesecake verbindet eine cremige Frischkäsefüllung mit Kürbispüree und Zimt. Dabei wird nur ein Teil der Frischkäsemasse mit Kürbis vermischt, sodass beim Einfüllen zwei unterschiedlich gefärbte Schichten entstehen, die du zusätzlich marmorieren kannst. Der Kürbis-Käsekuchen bekommt dadurch nicht nur eine schöne Optik, sondern auch einen angenehm herbstlichen Geschmack. Wichtig ist vor allem, dass du ihm nach dem Backen genügend Zeit zum Abkühlen gibst. Über Nacht kann die Füllung vollständig fest werden und lässt sich am nächsten Tag sauber anschneiden.


Kürbis-Cheesecake – cremig und herbstlich
Zutaten
Boden:
- 150 g Amarettini oder Löffelbiskuit
- 60 g Butter flüssig
Füllung:
- 300 g Kürbispüree am besten aus Hokkaido
- 1 TL Zimt
- 800 g Frischkäse
- 125 g saure Sahne
- 200 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 TL Speisestärke
- 4 Eier
Anleitungen
- Für den Boden die zerdrückten Amarettini mit der Butter vermengen und mit der Rückseite eines Löffels in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (26 cm) drücken. Beiseite stellen. Beim nächsten Mal würde ich doch – wie im Original – Löffelbiskuits verwenden, da mein Boden total durchgeweicht war und sich ganz schwer aus der Form heben ließ.
- In einer großen Schüssel Frischkäse, saure Sahne, Zucker, Vanillezucker, Speisestärke und Eier zu einer glatten Masse verrühren (nicht luftig schlagen!). Die eine Hälfte der Creme abgießen und beiseite stellen, die andere Hälfte mit dem Kürbispüree glattrühren und mit dem Bratapfelgewürz abschmecken.
- Erst die Kürbiscreme, dann die helle Frischkäsemasse vorsichtig auf den Kuchenboden gießen, nach Belieben mit einer Gabel „marmorieren“. Bei 150 Grad etwa 50 bis 60 Minuten backen – der Kuchen soll hell bleiben! Über Nacht abkühlen lassen.

Nährwerte
Damit dein Kürbis Cheesecake schön cremig wird
Bei einem Cheesecake mit Kürbis kommt es weniger darauf an, möglichst viel Luft in die Masse zu schlagen. Im Gegenteil: Die Frischkäsemasse sollte nur glatt gerührt werden. Zu viel eingeschlagene Luft kann sich beim Backen ausdehnen und später wieder zusammenfallen. Das kann Risse in der Oberfläche begünstigen. Auch der richtige Zeitpunkt zum Herausnehmen ist wichtig. Warte nicht darauf, dass der Kuchen in der Mitte vollkommen fest aussieht. Wenn der Rand bereits stabil ist und die Mitte beim vorsichtigen Bewegen der Form noch leicht wackelt, darf der Cheesecake aus dem Ofen. Während des Abkühlens wird die Füllung fester. Nach etwa 10 Minuten kannst du mit einem dünnen Messer vorsichtig zwischen Kuchen und Springformrand entlangfahren. So kann sich der Cheesecake beim weiteren Abkühlen etwas zusammenziehen, ohne am Rand festzuhängen. Auch das hilft dabei, Risse zu vermeiden.
📌 Wusstest du schon? Ein Cheesecake wird durch längeres Backen nicht automatisch besser. Wird er zu lange im Ofen gelassen, verliert die Füllung ihre cremige Konsistenz. Die leicht wackelige Mitte ist deshalb kein Zeichen dafür, dass der Kuchen noch roh ist.

Welcher Boden passt zum Kürbis-Cheesecake?
Für dieses Rezept hatte ich zunächst Amarettini verwendet. Mein Boden war damit allerdings total durchgeweicht und ließ sich nur schwer aus der Form heben. Beim nächsten Mal würde ich deshalb, wie auch im ursprünglichen Rezept vorgesehen, Löffelbiskuits verwenden. Wenn du ebenfalls Löffelbiskuits nimmst, wird der Geschmack des Bodens zurückhaltender. Amarettini bringen dagegen ein deutliches Mandelaroma mit. Das kann geschmacklich gut zu Kürbis und Zimt passen, verändert aber den Charakter des Kuchens und hat bei meinem Versuch beim Boden nicht so gut funktioniert.
Kürbispüree für den Cheesecake
Für den Kürbis-Cheesecake eignet sich Püree aus gebackenem Hokkaido. Durch das Backen kommt kein zusätzliches Kochwasser an den Kürbis. Das ist für eine cremige Cheesecakefüllung von Vorteil, denn sehr wässriges Kürbispüree kann die Masse weicher machen. Falls dein selbstgemachtes Püree sehr feucht erscheint, solltest du es deshalb nicht zusätzlich mit Flüssigkeit verdünnen. Es sollte fein püriert und vollständig abgekühlt sein, bevor du es für den Kuchen verwendest.

So kannst du das Rezept variieren
Mit der Marmorierung kannst du schon beim Einfüllen bestimmen, wie der fertige Kuchen aussehen soll. Ziehst du nur wenige Male vorsichtig durch die beiden Cremes, bleiben helle und orangefarbene Bereiche deutlicher sichtbar. Bei stärkerem Vermischen wird die Zeichnung feiner und weniger kontrastreich. Auch bei den Gewürzen lässt sich der Charakter verändern. Mit Zimt bleibt der Geschmack eher schlicht und warm. Eine Gewürzmischung mit beispielsweise Zimt, Ingwer, Muskat oder Nelke bringt den Kürbis-Cheesecake geschmacklich stärker in Richtung Pumpkin Cheesecake. Verwende kräftige Gewürze wie Nelke oder Muskat dabei lieber sparsam, damit der Kürbisgeschmack nicht überdeckt wird. Zum Servieren braucht der Kuchen nicht unbedingt ein aufwendiges Topping. Wenn du ihn dekorieren möchtest, passen beispielsweise ein wenig Zimt oder einige zerbröselte Kekse dazu. So bleibt die marmorierte Oberfläche weiterhin sichtbar.
Kürbis-Cheesecake vorbereiten und aufbewahren
Da der Kuchen ohnehin über Nacht auskühlen soll, kannst du ihn sehr gut am Vortag backen. Nach dem vollständigen Abkühlen gehört er wegen der Frischkäsefüllung in den Kühlschrank. Dort solltest du ihn gut abgedeckt lagern, damit die Oberfläche nicht austrocknet und der Kuchen keine fremden Gerüche annimmt. Zum Einfrieren kannst du den vollständig ausgekühlten Cheesecake portionsweise verpacken. Einzelne Stücke lassen sich später nach Bedarf entnehmen und langsam im Kühlschrank auftauen. So wird die empfindliche Frischkäsefüllung möglichst schonend aufgetaut.

Noch mehr süße Kürbisrezepte
Wenn du nach dem Kürbis Cheesecake noch Kürbispüree übrig hast, kannst du direkt weiterbacken. Meine Pumpkin Roll kombiniert einen lockeren Kürbis-Biskuit mit einer cremigen Füllung und ist eine schöne Alternative zur klassischen Torte. Die Kürbismuffins mit Zimtkruste sind handlicher und verbinden Kürbis ebenfalls mit Zimt. Oder du probierst meine Pumpkin Bars, wenn du Kürbiskuchen lieber in kleinen Stücken servieren möchtest.
FAQ – Häufige Fragen zum Kürbis-Cheesecake
Warum ist mein Kürbis-Cheesecake in der Mitte noch weich?
Eine leicht wackelige Mitte ist direkt nach dem Backen erwünscht. Die Füllung wird beim Abkühlen und während der Ruhezeit fester. Flüssig sollte sie allerdings nicht mehr sein.
Warum bekommt Cheesecake Risse?
Zu viel eingeschlagene Luft, zu langes Backen und das Festkleben der Füllung am Springformrand können Risse begünstigen. Rühre die Masse deshalb nur glatt, backe den Kuchen nicht unnötig lange und löse nach kurzem Abkühlen vorsichtig den Rand.
Kann ich den Kürbis-Cheesecake am Vortag backen?
Ja. Für dieses Rezept ist das sogar sinnvoll, da der Kuchen über Nacht abkühlen und fest werden soll. Am nächsten Tag lässt er sich besser aus der Form lösen und anschneiden.
Kann ich fertiges Kürbispüree verwenden?
Ja, sofern es sich um ungesüßtes Kürbispüree ohne zusätzliche Gewürze handelt. Achte darauf, dass es nicht zu wässrig ist.
Welcher Kürbis eignet sich für Kürbis-Cheesecake?
Hokkaido eignet sich gut und ist auch für dieses Rezept vorgesehen. Für die Füllung ist vor allem wichtig, dass du ein fein püriertes und nicht zu flüssiges Kürbispüree verwendest.
Kann man Kürbis-Cheesecake einfrieren?
Ja. Am einfachsten frierst du ihn bereits in Stücke geschnitten und gut verpackt ein. Zum Auftauen stellst du die gewünschte Menge in den Kühlschrank.

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Deine Yvonne




























Hurra, Kürbis-Käsekuchen ♥
Übrigens sind viele meiner Cheesecakes eingerissen, bevor ich diesen Tipp angewendet habe 🙂
Viele Grüße
Carina
Hallo Carina,
wie gut, dass es nicht nur mir so geht 🙂
Beim nächsten Mal werde ich es auf jeden Fall besser machen 🙂
LG
Yvonne
Hört sich klasse an. Ich liebe Käsekuchen! 🙂
LG
Ui da hast du aber wirklich recht – wir beide mit unserem Kürbis Cheesecake 😉
ist ja auch lecker! Die Kombi mit den Amarettinis stelle ich mir superlecker vor. Grad für einen neutraleren Cheesecake. Muss ich mir gleich merken für das nächste Exemplar!
Alles Liebe,
Conny