Rouladen mit Klöße und Rotkohl sind ein beliebtes Sonntagsessen und ein Klassiker sowohl in der deutschen als auch der polnischen Küche. Gefüllt werden die Rouladen klassisch mit Speck, Gurken und Zwiebeln. Wie die Soße zu Rouladen besonders lecker wird, verrate ich dir in meinem Rezept für Rouladen.

Klassische Rouladen mit Rotkohl und polnischen Klößen | Rezept | Essen | Kochen | Hausmannskost

Klassische Rouladen wie bei Mama

Vor einiger Zeit habe ich zum ersten Mal in meinem Leben klassische Rinderrouladen gemacht und davon ein Bild bei Instagram gepostet. Niemals hätte ich gedacht, dass ich darauf so viel Resonanz bekomme und die Nachfrage nach dem Rinderrouladen Rezept so groß ist. Ich habe mich bei der Zubereitung an den Tipps von Mama orientiert. Ein Rezept für Rinderrouladen hat sie dazu natürlich nicht 😉 Aber eigentlich braucht man für die Zubereitung auch gar kein Rezept, denn Rouladen selber machen ist wirklich kein Hexenwerk.

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Rouladen einfach selber machen

Die Rouladen selbst sind wirklich einfach und werden fast in jedem Rinderrouladen Rezept nach dem gleichen Prinzip gefüllt: Speck, Gurken und Zwiebeln. Natürlich kannst du Rouladen auch anders füllen. Mit Backflaumen mag ich Rouladen auch sehr gerne, aber heute geht es um klassische Rinderrouladen. Lediglich die Vorbereitung (bei 8 Rouladen) nimmt etwas Zeit in Anspruch. Wenn es schneller gehen muss, kann ich dir auch meinen Rouladentopf empfehlen. Die Soße hingegen macht jeder anders. Da ich die Soßen meiner Mama liebe, habe ich mir ihre Ratschläge zu Herzen genommen. Das Ergebnis war einfach perfekt.

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Perfekte Soße für Rouladen

Es geht nichts über Rouladen mit Soße. Für mich muss es viel Soße sein und vor allem muss sie lecker sein. Damit die Soße zu Rouladen besonders gut wird, ist es wichtig, dass die Rouladen dunkel angebraten werden. Durch die Röstaromen bekommt die Soße viel Geschmack. Außerdem ist Rinderfond aus dem Glas (oder selbst gekocht) wichtig. Bitte nicht durch gekörnte Brühe ersetzen. Meine Soße zu Rouladen wird ohne Wein gekocht. Ich weiß, viele schwören darauf, aber da bei mir immer Kinder mitessen, koche ich Rouladen ohne Wein. Dank Suppengemüse und Gewürzen wird die Soße dennoch perfekt. Abgeschmeckt wird mit Sojasoße, die bei Mama in jede Soße gehört. Zum Schluss darf gerne noch ein bisschen Butter dazu. Damit wird die Rouladensoße schön glänzend und bekommt einen feinen, buttrigen Geschmack.

Rinderrouladen

Zutaten für meine Rinderrouladen mit Soße

Für die Rinderrouladen brauchst du folgende Zutaten:

Rinderrouladen
Speck: Ich verwende immer geräucherten & gewürfelten Katenschinken. Du kannst alternativ aber auch Speckscheiben nehmen.
Gewürzgurken oder Cornichons
Zwiebel
Senf
Salz, Pfeffer
Butterschmalz zum Braten

Die Soße für Rouladen wird mit diesen Zutaten perfekt:

Suppengrün
Rotweinessig
Rinderfond: aus dem Glas oder selbstgekocht
Paprika edelsüß
Sojasoße
Speisestärke oder Saucenbinder dunkel
kalte Butter

Welches Fleisch für Rinderrouladen?

Rinderrouladen werden aus der Oberschale geschnitten. Das Fleisch sollte mager, kurzfaserig und mit feinen Fettadern durchzogen sein. Achte auf gute Qualität und lass dir beim Metzger das Fleisch passend zuschneiden.

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So bereitest du klassische Rinderrouladen zu

Rouladen selber machen ist gar nicht schwer. Wenn du einmal den Dreh raus hast, dann ist es sogar kinderleicht.

Rinderrouladen füllen

Zuerst musst du die Zwiebel schälen und in Spalten schneiden. Gewürzgurken der Länge nach vierteln. Tupfe das Fleisch trocken, würze es und klopfe es ggf. flach. Das ist nur nötig, wenn das Fleisch dicker als 1cm ist. Bestreiche jedes Rouladenfleisch mit Senf. Gib Gewürzgurken, Zwiebelstücke und Speck darauf. Jetzt kannst du die Rouladen rollen.

Rinderrouladen rollen

Dafür solltest du die Seiten etwas einklappen und fest zusammenrollen. Damit die Füllung nicht rausfällt, musst du die Fleischrollen gut verschließen. Ich nehme dafür gerne Küchengarn und binde alles zusammen. Du kannst aber auch Rouladennadeln oder Zahnstocher verwenden.

Rinderrouladen braten

Erhitze Butterschmalz in einer großen Pfanne oder einem Bräter und brate die Rouladen scharf und dunkel von allen Seiten an. Nimm die Rouladen heraus und lösche den Bratensatz mit Rotweinessig und Rinderfond ab. Würze die Flüssigkeit, koche alles auf und gib das Fleisch sowie klein geschnittenes Suppengrün dazu.

Rinderrouladen im Backofen schmoren

Lass es zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 180° 50 Minuten auf der zweiten Schiene von unten schmoren. Erhöhe anschließend die Temperatur auf 200° und gare die Rouladen ohne Deckel auf mittlerer Schiene weitere 50 – 60 Minuten, bis das Fleisch weich ist. Drehe sie dabei zwischendurch um, damit sie gleichmäßig braun werden.

Rinderrouladen warm halten

Sobald die Rouladen weich sind, kannst du sie herausnehmen. Entferne das Garn und halte die Rouladen bei 100°C im Ofen warm.

Soße für Rindsrouladen zubereiten

Gieß die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf oder wieder zurück in den Bräter. Drücke dabei das Gemüse aus dem Sieb schön aus. Hier steckt viel Geschmack drin. Koche die Sauce auf, gib kalte Butter in Stückchen dazu und lass sie darin schmelzen. Schmecke die Rouladensoße mit Salz, Pfeffer und Sojasoße ab. Dicke alles bei Bedarf mit Speisestärke (angerührt mit etwas Wasser) oder Saucenbinder an. Gebe die Rouladen in die Soße und halte sie darin bis zum Servieren warm.

Rouladen zubereiten

Gut zu wissen

Welche Beilagen zu klassischen Rouladen?

Ich liebe Rouladen mit Klöße und Rotkohl. Das ist für mich absolutes Soulfood und wurde zu Hause bei Mama immer so serviert. Das Rezept für meine schlesischen Klöße und die Klöße halb und halb kann ich dir wärmstens empfehlen. Aber du kannst Rinderrouladen auch mit Kartoffeln oder Spätzle servieren. Möchtest du Rinderrouladen zu Weihnachten servieren, kann ich dir den weihnachtlichen Rouladentopf empfehlen.

Rinderrouladen wie lange kochen?

Das hängt ein bisschen von dem Fleisch ab und wie dick die Rinderrouladen sind. Nach 1,5 Stunden sollten sie eigentlich schön zart sein. Probiere immer etwas vom Fleisch, bevor du es rausnimmst. Ist es noch zäh, dann gare die Rindsrouladen weitere 15 – 30 Minuten.

Kann ich Rinderrouladen vorbereiten?

Definitiv. Ich selber mache meine Rinderrouladen immer am Vorabend und lasse sie nach 1,5 Stunden einfach zugedeckt im ausgeschalteten Ofen. Am nächsten Tag rolle ich das Garn ab. So verbrenne ich mir auch nicht die Finger am heißen Fleisch. Die Soße einfach wie im Rezept beschrieben zubereiten und die kalten Rouladen in der heißen Soße 20 – 30 Minuten erwärmen.

Rinderrouladen einfrieren?

Ja das geht wunderbar und ist auch praktisch vor allem für Weihnachten. Du kannst deine Rinderrouladen jetzt schon braten und zum Fest nur noch auftauen. Dafür musst du die fertigen, abgekühlten Rouladen zusammen mit der (nicht angedickten) Soße in einem luftdichten Behälter einfrieren. Sie sind bis zu 6 Monate haltbar. Lasse die Rouladen einen Tag vorher im Kühlschrank auftauen und erwärme sie zusammen mit der Soße. Die Soße kannst du dann ggf. mit Speisestärke oder Saucenbinder andicken.

Rinderrouladen mit Klößen
Rouladen mit Klöße und Rotkohl

Klassische Rouladen wie bei Mama

Rouladen mit Klöße und Rotkohl sind ein beliebtes Sonntagsessen und ein Klassiker sowohl in der deutschen als auch der polnischen Küche. Gefüllt werden die Rouladen klassisch mit Speck, Gurken und Zwiebeln. Wie die Soße zu Rouladen besonders lecker wird, verrate ich dir in meinem Rezept für Rouladen.
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Gericht Hauptgericht
Portionen 8 Portionen

Zutaten
  

Rouladen:

  • 8 Scheiben Rinderrouladen
  • 250 g Katenschinken alternativ 6 Scheiben Speck
  • 8 Gewürzgurken
  • 1 große Zwiebel
  • 8 TL Senf mittelscharf
  • Salz, Pfeffer
  • Butterschmalz

Soße:

  • 1 Bund Suppengrün
  • 3 EL Rotweinessig
  • 800 ml Rinderfond
  • 1 – 2 TL Paprika edelsüß
  • 2 – 3 EL Sojasauce
  • 60 g kalte Butter optional
  • evtl. Speisestärke oder Saucenbinder dunkel

Anleitungen
 

  • Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Suppengrün waschen bzw. schälen und in grobe Stücke schneiden. In einen Bräter legen und die Rouladen vorbereiten.
  • Dafür Zwiebel schälen und in Spalten schneiden. Gewürzgurken der Länge nach vierteln. Fleisch trocken tupfen, salzen, pfeffern und jeweils mit 1 TL Senf bestreichen. Gewürzgurken, Zwiebelstücke und jeweils 1 – 2 Esslöffel Katenschinken auf dem Fleisch verteilen.
  • Die Seiten etwas einklappen und alles zusammenrollen. Mit Küchengarn fest umwickeln.
  • Butterschmalz in einer großen Pfanne oder einem Bräter erhitzen und die Rouladen darin von allen Seiten scharf und dunkel anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen und auf dem Gemüse im Bräter legen. Ich habe das in 2 Etappen gemacht, da in meine Pfanne nicht 8 Rouladen gleichzeitig Platz hätten.
  • Sobald alle Rouladen fertig gebraten sind, den Bratensatz mit Rotweinessig ablöschen und mit Rinderfond aufgießen. Mit Paprika und Sojasauce würzen, kurz aufkochen und zu den Rouladen gießen.
  • Jetzt mit geschlossendem Deckel ca. 50 Minuten auf der zweiten Schiene von unten garen. Danach die Temperatur auf 200°C erhöhen, den Deckel abmachen und auf mittlerer Schiene weitere 50 – 60 Minuten schmoren, bis das Fleisch weich ist. Falls das Wasser zu wenig wird nochmal etwas aufkippen, damit die Rouladen nicht anbrennen. Im Anschluss die Rouladen rausnehmen, das Garn entfernen und im Backofen auf 100°C warm halten.
  • Jetzt die Soße durch ein Sieb in einen Topf (oder wieder zurück in den Bräter) gießen und bei Bedarf noch mit etwas Wasser (oder Rinderbrühe) auffüllen. Das hängt davon ab, wieviel Soße ihr haben möchtet.
  • Alles aufkochen, kalte Butter in Stücken dazugeben und darin schmelzen lassen. Das ist nicht zwingend nötig, aber gibt der Soße mehr Geschmack und macht sie schön glänzen. Dann nochmal abschmecken und bei Bedarf mit angerührter Speisestärke oder Saucenbinder andicken.
  • Rouladen zurück in die Soße geben und warm halten, bis die Beilagen fertig sind.
Keyword Fleisch
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Deine Yvonne