Frisch gebackenes Nussbrot schmeckt besonders gut, wenn es noch leicht warm ist. Für dieses Rezept brauchst du weder eine Küchenmaschine noch musst du den Teig lange gehen lassen. Die Zutaten werden einfach verrührt und das Brot kommt direkt in den kalten Backofen. Als ich angefangen habe, häufiger selbst Brot zu backen, wollte ich auch Rezepte ausprobieren, die ohne viel Aufwand funktionieren. Dieses Grundrezept habe ich deshalb gleich in verschiedenen Varianten getestet. Entstanden sind ein Walnussbrot mit Sonnenblumenkernen und ein Haselnussbrot mit Mandeln und Haferflocken. Beide basieren auf demselben Rezept und lassen sich ohne Kneten zubereiten.

Nuss-Brot

Nussbrot

Dieses Nussbrot wird ohne Kneten und ohne zusätzliche Gehzeit gebacken. Du kannst zwischen zwei Varianten wählen: Walnussbrot mit Sonnenblumenkernen oder Haselnussbrot mit Mandeln und Haferflocken.
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Vorbereitungszeit 15 Minuten
Koch- und Backzeit 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 15 Minuten
Gericht Brot & Brötchen
Küche Deutsch
Portionen 16 Scheiben
Kalorien 170 kcal

Zutaten
  

Variante 1: Walnussbrot mit Sonnenblumenkernen

  • 450 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Würfel frische Hefe 42 g
  • 280 g Weizenmehl Type 550
  • 220 g Weizenmehl Type 1050
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Walnuss-Balsamico-Essig
  • 70 g gehackte Walnüsse
  • 80 g Sonnenblumenkerne
  • 1 TL Chiasamen

Variante 2: Haselnussbrot mit Mandeln und Haferflocken

  • 460 –470 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Würfel frische Hefe 42 g
  • 280 g Vollkornmehl
  • 220 g Weizenmehl
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Balsamicoessig
  • 90 g gehackte Haselnüsse
  • 35 g Mandelblättchen oder gehackte Mandeln
  • 25 g zarte Haferflocken

Anleitungen
 

  • Die Hefe im lauwarmen Wasser vollständig auflösen.
  • Mehl, Salz, Essig und die jeweiligen Nüsse, Kerne beziehungsweise Haferflocken dazugeben. Alles mit einem Kochlöffel gründlich verrühren, bis ein gleichmäßiger, weicher Teig entsteht.
  • Eine Kastenform einfetten und mit Mehl ausstäuben. Den Teig hineingeben und die Oberfläche mit einem Messer der Länge nach leicht einritzen.
  • Eine kleine hitzebeständige Schale mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen.
  • Das Brot auf mittlerer Schiene in den kalten Backofen stellen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 60 Minuten backen.
  • Das Brot vorsichtig aus der Form lösen und die Klopfprobe machen. Klingt es auf der Unterseite hohl, ist es fertig. Anschließend auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
    Nuss-Brot | Backen | Bread Baking (Fri)Day

Nährwerte

Portion: 1ScheibeKalorien: 170kcalKohlenhydrate: 23gProtein: 6gFett: 6g
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Ein Nussbrot-Grundrezept mit zwei Varianten

Für meine beiden Nussbrote habe ich unterschiedliche Mehlsorten und Nüsse verwendet. Die Zubereitung bleibt gleich, allerdings benötigt die Variante mit Vollkornmehl etwas mehr Wasser. Beim Walnussbrot habe ich Weizenmehl Type 550 und 1050 kombiniert. Dazu kommen gehackte Walnüsse, Sonnenblumenkerne und etwas Chia. Auch Walnuss-Balsamico-Essig habe ich dafür verwendet. Für das Haselnussbrot habe ich dagegen Vollkornmehl mit Weizenmehl gemischt. Die Haselnüsse werden durch Mandelblättchen und zarte Haferflocken ergänzt. Diese Variante habe ich damals auch genutzt, um übrige Mandelblättchen aufzubrauchen. Du kannst also mit einem Grundrezept zwei unterschiedliche Brote backen, ohne die Zubereitung verändern zu müssen.

Nuss-Brot

Darauf solltest du beim Nussbrot ohne Gehzeit achten

Warum das Vollkorn-Nussbrot mehr Wasser braucht

Vollkornmehl enthält mehr Bestandteile des Getreidekorns und bindet deshalb in der Regel mehr Flüssigkeit als helles Weizenmehl. Das habe ich auch bei meinen beiden Varianten berücksichtigt. Für das Haselnussbrot mit Vollkornmehl verwende ich etwas mehr Wasser als für das Walnussbrot. Der Teig ist bei diesem Rezept ohnehin deutlich weicher als ein klassischer Brotteig zum Kneten. Das ist gewollt, denn er wird lediglich verrührt und anschließend in die Kastenform gefüllt.

Warum das Brot in den kalten Backofen kommt

Anders als bei vielen klassischen Hefebroten muss der Teig hier nicht erst an einem warmen Ort aufgehen. Das Brot kommt direkt in den kalten Backofen. Während der Ofen aufheizt, beginnt die Hefe zu arbeiten und der Teig kann aufgehen. Wichtig ist deshalb, den Backofen nicht vorzuheizen. Sonst veränderst du die Bedingungen, auf die das Rezept abgestimmt ist.

So erkennst du, ob dein Nussbrot fertig ist

Bei diesem Rezept hilft die Klopfprobe. Wenn du das Brot vorsichtig aus der Form nimmst und auf die Unterseite klopfst, sollte es hohl klingen. Ist die Unterseite noch sehr weich, kannst du das Brot noch etwas weiterbacken. Da jeder Backofen unterschiedlich heizt, solltest du dich nicht ausschließlich auf die angegebene Backzeit verlassen.

Nussbrot

Welche Nüsse passen in das Brot?

Ich habe das Grundrezept sowohl mit Walnüssen als auch mit Haselnüssen ausprobiert. Bei den weiteren Zutaten kannst du dich ebenfalls an deinen Vorräten orientieren. Sonnenblumenkerne passen beispielsweise gut zur Walnussvariante. Beim Haselnussbrot sorgen die Mandeln für eine weitere nussige Note, während die Haferflocken zusätzlich Flüssigkeit aufnehmen. Auch Kürbiskerne, Sesam oder Mohn sind grundsätzlich mögliche Ergänzungen. Wichtig ist, dass du beim Austauschen die gesamte Menge an Nüssen und Kernen im Blick behältst. Größere Änderungen können die Konsistenz des Teigs beeinflussen.

So schmeckt mir das selbst gebackene Nussbrot am besten

Am liebsten esse ich das Walnussbrot, wenn es noch leicht warm ist. Etwas Butter, Salz und frischer Schnittlauch dazu – mehr brauche ich gar nicht. Zum Schneiden solltest du das Brot allerdings etwas abkühlen lassen. Sehr warmes Brot lässt sich oft schlechter schneiden, weil sich die Krume beim Abkühlen noch stabilisiert.

Nussbrot

Nussbrot aufbewahren und einfrieren

Am besten lässt du das Brot nach dem Backen vollständig auf einem Gitter auskühlen. So kann die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass sich an der Unterseite Kondenswasser sammelt. Bewahre es anschließend in einem Brotkasten oder einem geeigneten Brotbeutel auf. Im Kühlschrank wird Brot normalerweise schneller altbacken. Du kannst das Nussbrot auch in Scheiben einfrieren. So lässt es sich portionsweise entnehmen und bei Bedarf auftauen oder toasten. Das ist ein allgemeiner Aufbewahrungstipp und keine zusätzlich getestete Variante aus meinem ursprünglichen Rezept.

Noch mehr Brotrezepte zum Selberbacken

Wenn du gerne Brot ohne aufwendiges Kneten backst, schau dir auch mein No Knead Bread – Einfaches Brot ohne Kneten an. Für alle, die gerne mit Vollkornmehl backen, gibt es außerdem mein Leinsamen-Vollkorn-Brot ohne Kneten. Und wenn du Walnüsse besonders gerne magst, findest du auf meinem Blog auch ein Walnuss Brot – Einfach selbst gemacht mit wenig Hefe und längerer Gehzeit.

Häufige Fragen zum Nussbrot

Kann ich das Nussbrot auch in einer runden Form backen?
Grundsätzlich sollte das funktionieren, wenn die runde Form ungefähr das gleiche Fassungsvermögen wie die Kastenform hat.

Kann ich für das Walnussbrot auch Vollkornmehl verwenden?
Du kannst dich dafür an meiner Haselnussvariante orientieren, bei der ich bereits Vollkornmehl verwendet habe. Beachte dabei die etwas höhere Wassermenge, da Vollkornmehl mehr Flüssigkeit aufnimmt.

Muss ich die Nüsse vor dem Backen rösten?
Nein, in meinen beiden getesteten Varianten habe ich die Nüsse nicht vorher geröstet. Du kannst sie direkt gehackt zum Teig geben.

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Deine Yvonne